„Mensch ärgere Dich - Aber richtig!“

Ein Rückblick

Am ersten Perspekto Coaching Impulstag am 02. Juni 2018 fanden Vorträge, Kurzseminare und kurze Workshops statt. Es wurden den Besuchern und Besucherinnen die Arbeitsmethoden im beruflichen sowie im Life-Coaching nähergebracht, Coaches stellten sich vor und selbstverständlich gab es kleine Snacks und Erfrischungen. Und was wurde konkret angeboten? Dazu am Beispiel des Kurzworkshops „Mensch ärgere Dich - Aber richtig. Von 180 auf 0 in unter 5 Minuten.“ Ein kurzer Rückblick einer Teilnehmer*in und Andrea Herhold, der Leiterin des Seminars.

Warum hast Du am Workshop teilgenommen?

Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Es geht ja im Prinzip jedem so, dass man sich beruflich und privat immer mal wieder sehr ärgert – über jemanden oder über etwas. Mir persönlich geht es manchmal so, dass ich ganz schnell aus der Haut fahre und auch mal ungerecht gegenüber anderen werde. Das tut mir dann natürlich nach kurzer Zeit sehr leid. Darum habe ich den Verbesserungsbedarf gesehen und wollte ein paar Tricks und Handlungsempfehlungen für den „Ernstfall“ an die Hand bekommen.

Wie hast Du den Kurzworkshop wahrgenommen: Was ist Deiner Meinung nach mein Ansatz als Seminarleiterin oder als Coach, wenn ich mit Teilnehmer*innen zum Thema Ärger und Stress im weiteren Sinne arbeite?
Ich denke, dass Du als Seminarleiterin auf verschiedenen Ebenen ansetzt. Das ist vielleicht ganz gut, denn die Teilnehmer*innen stehen ja vermutlich an unterschiedlichen Punkten im Leben. Da ist es sicher gut, eine thematische und theoretische Einleitung zu erhalten, z.B. Was ist Ärger? Was ist Stress? Wie und warum entsteht er bei uns? Und was macht Ärger und Stress mit uns und unserem Körper? Was ist vielleicht gut daran, dass wir hin und wieder verärgert sind? Was ist möglicherweise eine positive Seite von Stress? Im weiteren Verlauf hast Du praktische Impulse gesetzt, z.B. wie man relativ rasch seine verärgernden Gedanken in positive Gedanken „umprogrammieren“ kann. Und Du hast Empfehlungen für den Alltag ausgesprochen, z.B. wie wir die neuen, positiven Gedanken in tägliche Leben integrieren können. „Ankertechniken“ war hier das Schlagwort! Einiges davon wusste ich bereits vor dem Workshop schon. Aber das Modell vom „Inneren Team“ zum Beispiel, das sehr bildlich darstellte, warum es manchmal so stark in uns brodelt und dass es dann in einigen Fällen wie ein Vulkan aus uns heraus explodiert…Also das war neu für mich und gibt mir eine Erklärung, was hin und wieder – individuell unterschiedlich – bei uns im Inneren so los ist. Nun weiß ich, dass ich meinen Ärger und Stress selbst steuern kann, weil ich mich selbst etwas besser kenne. Das gibt mir ein gutes Gefühl.

Gibt es außerdem noch etwas, dass Du aus dem Workshop mitnehmen konntest?

Ja, Du hast „Erste-Hilfe-Techniken“ vorgestellt, die wir jederzeit blitzschnell im Alltag anwenden können, um uns in einer heiklen Situation wieder „runterfahren“ können. Das erscheint mir hilfreich. Ich werde es in der nächsten „brenzligen“ Situation ausprobieren! Besonders toll fand ich die Idee, Dinge mit Abstand zu betrachten. Du hast das „Aus dem Weltall betrachtet“ genannt. Das gefiel mir. Man kann Dinge natürlich auch aus einer Zukunftsperspektive „aus der Ferne“ betrachten. Die Anregung, mal nachzudenken, ob ein im Moment ärgerlichen Ereignis uns noch nächstes Jahr um dieselbe Zeit überhaupt noch interessiert, ob wir uns überhaupt noch daran erinnern werden - also das fand ich eine gute Art, mit einem Vorfall umzugehen.

Wie hast Du die Situation und Atmosphäre im Workshop wahrgenommen?

Ich denke, dass die Teilnehmer*innen interessiert waren. Sie waren aufgeschlossen und sind gerne auf Fragen eingegangen und haben mitgearbeitet. Vielleicht wäre es schön gewesen, praktisch zu arbeiten. Du hattest ja noch eine Übung vorbereitet. Leider war die Zeit so schnell vorbei, so dass wir das nicht mehr machen konnten. Ein etwas längerer Workshop wäre vielleicht toll gewesen. Trotzdem fand ich, dass das eine interessante Erfahrung war. Ich bleibe am Thema Ärger- und Stressmanagement dran!

Danke sehr - für das Gespräch und Deinen informativen Rückblick! Und: Nicht ärgern lassen 😉